Erasmus – Dänen entdecken das Schwabenland!
Von Maultaschen bis Achterbahn – unsere dänischen Gäste entdecken das Schwabenland! Eine Woche voller Begegnungen, Kultur und neuer Freundschaften: Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts „Show me your culture“ durften wir Schülerinnen und Schüler aus Dänemark bei uns begrüßen.
Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern erlebten sie eine abwechslungsreiche Woche, in der nicht nur schwäbische Traditionen, sondern vor allem das europäische Miteinander im Mittelpunkt standen.
Am Sonntagabend war es endlich so weit: Unsere dänischen Gäste trafen in Deutschland ein und wurden von ihren Gastfamilien herzlich empfangen. Nach dem ersten Kennenlernen und einem gemütlichen Ankommen konnte das gemeinsame Abenteuer beginnen. Für viele bedeutete der Aufenthalt nicht nur, eine neue Kultur kennenzulernen, sondern auch, sich in einer fremden Sprache zu verständigen und den Alltag in einer deutschen Familie mitzuerleben.
Montag: Schwäbische Kultur mit Nervenkitzel
Gleich zu Beginn der Woche ging es nach Tripsdrill – einem Freizeitpark, der schwäbische Traditionen mit jeder Menge Action verbindet. Zwischen Achterbahnen, rasanten Abfahrten und typisch schwäbisch gestalteten Attraktionen gab es reichlich Gelegenheit, gemeinsam zu lachen und erste Sprachbarrieren zu überwinden.
Denn spätestens nach der ersten Achterbahnfahrt war klar: Kreischen funktioniert auf Deutsch und Dänisch ziemlich ähnlich!
Ganz nebenbei lernten unsere Gäste auch ein Stück regionaler Kultur kennen. Vor allem aber bot dieser Tag die perfekte Gelegenheit, als deutsch-dänische Gruppe zusammenzuwachsen.
Dienstag: Schulalltag, Heimatgeschichte und schwäbische Spezialitäten
Am Dienstag stand zunächst unsere Schule im Mittelpunkt. Bei einer Schulführung erhielten die dänischen Jugendlichen Einblicke in unseren Schulalltag und konnten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und dem dänischen Schulsystem entdecken.
Anschließend ging es ins Heimatmuseum, wo die Gäste mehr über die Geschichte unserer Region und das Leben früherer Generationen erfuhren. So wurde deutlich, wie sehr Traditionen und regionale Besonderheiten unsere heutige Kultur prägen.
Zurück in der Schule wartete ein besonders schmackhafter Programmpunkt: ein gemeinsamer Maultaschen-Workshop! Hier hieß es selbst Hand anlegen, denn die schwäbische Spezialität sollte natürlich nicht nur probiert, sondern auch selbst hergestellt werden.
Beim gemeinsamen Zubereiten wurde fleißig geschnippelt, gefüllt, gelacht und auf Englisch kommuniziert. Dabei zeigte sich einmal mehr: Gemeinsames Kochen verbindet – und für gute Maultaschen braucht man zum Glück keine perfekten Sprachkenntnisse!
Mittwoch: Von Automobilgeschichte bis Volksfeststimmung
Am Mittwoch führte uns unser Ausflug nach Stuttgart. Im Mercedes-Benz Museum tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Geschichte des Automobils ein und erfuhren, wie technische Innovationen aus unserer Region die Mobilität weltweit geprägt haben.
Danach wurde es traditionell schwäbisch: Ein Besuch auf dem Cannstatter Wasen durfte natürlich nicht fehlen! Zwischen Festzelten, Fahrgeschäften und Volksfeststimmung erlebten unsere dänischen Gäste eine weitere Facette der regionalen Kultur.
Ein anschließender Besuch der Stuttgarter Innenstadt rundete den Tag ab. So lernten die Jugendlichen die Landeshauptstadt aus unterschiedlichen Perspektiven kennen – als Wirtschaftsstandort, Kulturstadt und lebendigen Treffpunkt.
Donnerstag: Heidelberg – Geschichte zum Anfassen
Am Donnerstag stand mit Heidelberg ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die historische Stadt am Neckar begeisterte mit ihrer malerischen Altstadt, ihren traditionsreichen Gebäuden und ihrer besonderen Atmosphäre.
Gemeinsam erkundeten die deutschen und dänischen Jugendlichen die Stadt und erhielten Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Erbe Deutschlands. Gleichzeitig blieb genügend Raum für Gespräche, gemeinsame Entdeckungen und das weitere Kennenlernen.
Gerade solche Erlebnisse machen den europäischen Austausch so wertvoll: Geschichte und Kultur werden nicht nur im Unterricht behandelt, sondern gemeinsam vor Ort erlebt.
Freitag: Kreativität, Feedback und ein spannendes Finale
Zum Abschluss der Woche wurde es noch einmal kreativ. In einem gemeinsamen Kunstworkshop konnten die Jugendlichen ihre Ideen einbringen und sich unabhängig von sprachlichen Unterschieden künstlerisch ausdrücken.
Anschließend blickten alle Beteiligten mithilfe eines digitalen Feedbackbogens auf die vergangenen Tage zurück. Was hat besonders gefallen? Welche kulturellen Unterschiede waren überraschend? Und was nehmen die Jugendlichen aus dieser Woche mit?
Ein gemeinsames Abschlussquiz sorgte schließlich für einen unterhaltsamen Ausklang. Hier konnten die Teilnehmenden ihr neu erworbenes Wissen über Deutschland, unsere Region und die schwäbische Kultur unter Beweis stellen. Ob Maultaschen, Sehenswürdigkeiten oder typisch deutsche Besonderheiten – am Ende zeigte sich, wer in dieser Woche besonders gut aufgepasst hatte!
Mehr als nur ein Schüleraustausch
Unter dem Motto „Show me your culture“ ging es während der gesamten Woche um weit mehr als das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten.
Durch das Leben in den Gastfamilien, gemeinsame Aktivitäten und die Zusammenarbeit in deutsch-dänischen Gruppen konnten die Jugendlichen ihre interkulturellen und sozialen Kompetenzen stärken. Sie lernten, aufeinander zuzugehen, unterschiedliche Perspektiven zu respektieren und sprachliche Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Die Begegnungen förderten Offenheit, Toleranz und gegenseitiges Verständnis – wichtige Grundlagen für einen respektvollen Umgang mit Vielfalt. Gleichzeitig wurde Europa für die Schülerinnen und Schüler ganz konkret erlebbar: nicht als abstrakter Begriff aus dem Unterricht, sondern durch persönliche Begegnungen, gemeinsame Erfahrungen und neue Freundschaften.
Europa verbindet – und Freundschaften bleiben!
Nach einer ereignisreichen Woche hieß es schließlich Abschied nehmen. Zurück blieben viele schöne Erinnerungen, neue Erfahrungen und hoffentlich Freundschaften, die weit über die Landesgrenzen hinaus bestehen bleiben.
Der Austausch fand im Rahmen unseres von der Europäischen Union geförderten Erasmus+-Programms statt.



























